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Emmanuelle de Negri
Biografie
Schon zu Beginn ihrer Laufbahn zeigte Emmanuelle de Negri ihr Talent in einem breiten Repertoire und eine reiche Palette an Emotionen und Klangfarben. Auf ihr glanzvolles Debüt als Yniold in Debussys Pelléas et Mélisande (Edinburgh und Glasgow, 2005), bei dem das Opera Magazine eine „ergreifende Leuchtkraft“ hervorhob, folgte 2008 die Titelpartie in Bernardo Pasquinis Oratorium Sant’Agnese bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik („eine wahre Offenbarung“, Il Giornale della Musica). Damals begann auch ihre enge Zusammenarbeit mit William Christie und Les Arts Florissants, die bis heute andauert.
Emmanuelle de Negri tritt außerdem mit bedeutenden französischen Ensembles auf, darunter Pulcinella, Pygmalion unter Raphaël Pichon, Le Poème Harmonique unter Vincent Dumestre, Le Banquet Céleste, Les Paladins, Le Caravansérail, Le Stagioni, Les Accents und Le Concert d’Astrée unter Emmanuelle Haïm.
Mühelos wechselt sie zwischen Monteverdi (La Musica in L’Orfeo) und Cavalli (Amastre in Serse), Offenbach (Cupido in Orphée aux Enfers) und Dukas (Mélisande in Ariane et Barbe-Bleue). Dazwischen liegen Rameau (Érinice in Zoroastre, Télaïre in Castor et Pollux) und Mozart (Papagena in Die Zauberflöte, Susanna in Le nozze di Figaro). 2017 gab sie ihr Debüt an der Opéra National de Paris als Nella in Gianni Schicchi. Am Teatro San Carlo in Neapel sang sie unter der Leitung von Riccardo Muti eine „ganz und gar entzückende“ Despina (forumopera.com). In Charpentiers Médée (Christie/McVicar), die 2024 an der Opéra Garnier und am Teatro Real in Madrid gezeigt wurde, lieferte sie „eine atemberaubende Leistung“ ab (forumopera.com).
Die renommiertesten Dirigenten wie William Christie, Riccardo Muti, René Jacobs, Raphaël Pichon, Vincent Dumestre und Emmanuelle Haïm schätzen ihr Timbre, dem das Magazin Opéra eine „ergreifende Leuchtkraft“ bescheinigt. Wenn sie nicht auf den Opernbühnen der Welt unterwegs ist, gibt sie Liederabende mit Brice Sailly (Bayreuth Baroque), Romain Descharmes (Festival Ouverture!) und Sébastien Mazoyer (Midis Lyriques du Cratère in Alès).
Die aktuelle Saison steht im Zeichen der geistlichen Musik. Sie beginnt mit einem Charpentier/Couperin-Konzert mit dem Ensemble Caravaggio unter der Leitung von Camille Delaforge beim Festival d’Ambronay sowie einer Tournee mit Grands Motets von Rameau und Mondonville mit Les Arts Florissants unter William Christie. Es folgen eine Tournee mit dem Programm Missa concertata (Werke von Pergolesi und Bach) mit Le Concert de l’Hostel Dieu unter Franck-Emmanuel Comte, Scarlatti-Konzerte mit Le Stagioni in Saint-Omer und anschließend Scarlattis Oratorium La Colpa, il pentimento, la grazia unter der Leitung von Emmanuel Resche-Caserta in der Chapelle Royale von Versailles. Im Frühjahr wirkt Emmanuelle de Negri an der großen Europatournee von Stradellas San Giovanni Battista mit Il Pomo d’Oro unter Francesco Corti mit.
Auch weltliche Projekte stehen an: Im Dezember bringt sie gemeinsam mit Sébastien Mazoyer im Rahmen der Wassertage der Universität Nîmes erneut ihre Produktion Streams auf die Bühne. Im April wirkt sie mit Les Arts Florissants an einem Konzert mit, das Rameaus Opern gewidmet ist, in der Philharmonie de Paris.
Auf Tonträgern ragen ihre Interpretationen von Caldaras Maddalena ai piedi di Cristo (mit Le Banquet Céleste und Damien Guillon), Rameaus Dardanus und Castor et Pollux (mit Pygmalion), Lullys Atys (DVD) und Bien que l’Amour (mit Les Arts Florissants und William Christie) heraus. Ebenso bemerkenswert sind Scarlattis Santa Teodosia und Stabat Mater (mit Les Accents unter der Leitung von Thibault Noailly).
Zunehmend widmet sie sich auch der Lehrtätigkeit. Sie gab Meisterkurse zu Rameau, Händel und dem Air de cour an den Konservatorien von Alès und Pantin, an der Cité de la Voix in Vézelay und für Les Arts Florissants in Thiré. Danach schloss sie sich dem Team des Bateau-Atelier in Dieppe an, wo sie im August 2024 einen Workshop für Barockgesang leitete. Im August 2025 übernahm sie zudem die stimmliche und stilistische Vorbereitung der Teilnehmenden von William Christies jüngstem Jardin des Voix.
(2026_2027)









