Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Die Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen unter anderem dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.
Tomáš Král
Biografie
Offizielle Website
Der tschechische Bariton Tomáš Král zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten der europäischen Alte-Musik-Szene. Die Kritik würdigt seine „mit vollkommener Leichtigkeit strömende Stimme und das wunderbar klingende hohe Register“ (bachtrack) sowie sein außergewöhnliches Gespür für die stilgerechte Interpretation der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Er ist regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals und in bedeutenden Konzerthäusern und arbeitet mit führenden Dirigenten und Ensembles der historisch informierten Aufführungspraxis zusammen.
Zu den Höhepunkten der Saison 2026/27 zählt sein Debüt mit dem Freiburger Barockorchester (FBO) in Bachs Matthäus-Passion unter der Leitung von Sir Simon Rattle auf einer Tour zum 300-jährigen Jubiläum dieses Meisterwerks durch europäische Spielstätten wie Le Philharmonie (Paris, Luxemburg), Theatro alla Scala (Milano), Elbphilharmonie (Hamburg), Palau de la Música (Barcelona), Thomaskirche (Bachfest Leipzig) und weitere. Tomáš arbeitet erstmals mit Jordi Savall und seinem Ensemble Le Concert des Nations bei den Salzburger Festspielen im neuen Programm „Invocation“ zusammen. Außerdem tritt er erstmals mit den Wiener Symphonikern in Bachs Weihnachtsoratorium unter der Leitung von Alessandro De Marchi auf.
Er kehrt zurück zu dem hochgeschätzten Programm „Welt, gute Nacht“, das kürzlich für Harmonia Mundi aufgenommen wurde, mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon, das auf einer Tournee durch Mexiko präsentiert wird. Tomáš Král arbeitet erneut mit dem Ensemble a nocte temporis und Reinoud Van Mechelen in verschiedenen Programmen zusammen (Rameaus Les Boréades; Bachs Johannes-Passion und Kantaten). Er arbeitet erneut mit dem Wrocław Baroque Ensemble und Andrzej Kosendiak an mehreren Projekten, darunter eine CD-Aufnahme (Alpha Classics) von Bachs Kantaten mit Blockflöten (Giovanni Antonini).
Zu den Höhepunkten der vergangenen Saison zählte eine Europatournee mit der konzertanten Version von Les Boréades (Adamas und Apollon) mit a nocte temporis; Bachs Matthäus-Passion mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Leonardo García Alarcón sowie mit dem Orchestra of the Eighteenth Century und Daniel Reuss. Tomáš Král arbeitete erneut mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon auf einer Europa- und Australien-Tour (Adelaide) in drei verschiedenen Konzertprogrammen: „Welt, gute Nacht“, Monteverdis Vespern sowie als Endimione und Caronte in L. Rossis Orfeo. Er trat als Aeneas in einer konzertanten Version von Dido & Aeneas mit L’Arpeggiata und Christina Pluhar in Müpa (Budapest) auf. Tomáš Král arbeitete mit Concerto Copenhagen und Lars Ulrik Mortensen auf einer Tournee durch Dänemark mit Bachs Weihnachtskantaten. Er wirkte an der Wiederaufnahme von Händels Alcina als Melisso am Brno National Theatre unter der Leitung von Václav Luks und seinem Collegium 1704 mit.
Tomáš Králs bisherige bedeutende Bühnen Engagements umfassen seine Darstellung des Orfeo in Monteverdis L’Orfeo (Theater Winterthur) sowie die Rolle des Nero in Keisers Octavia (Händel Festspiele Halle), beide mit der lautten compagney BERLIN unter der Leitung von Wolfgang Katschner. Besonders hervorzuheben ist seine Darstellung des Polyphem in Händels Acis and Galatea bei mehreren Gelegenheiten. Er war an einer szenischen Aufführung von Mozarts Requiem bei den Kunstfestspiele Herrenhausen und am Theater Gießen beteiligt, wo er auch die Titelrolle in einer seltenen Produktion von Telemanns Version von Händels Riccardo Primo unter der Leitung von Michael Hofstetter sang.
Tomáš trat in mehreren konzertanten Opernproduktionen auf, u. a. als Teucer und Ismenor in Rameaus Dardanus mit Capella Cracoviensis unter der Leitung von Marcin Swiatkiewicz (Krakau); als Apollo in der konzertanten Version von Händels Apollo e Dafne mit {oh!} Orkiestra und Martyna Pastuszka (Dortmund, Halle). Er sang Purcells King Arthur beim Aldeburgh Festival mit Vox Luminis, verkörperte Clistene in Vivaldis L’Olimpiade mit Rinaldo Alessandrini in Wrocław, übernahm die Rolle des Gismondo in Caldara’s Il Venceslao in Warschau mit {oh!} Orkiestra (Martyna Pastuszka) sowie die Rolle des Rambaldo in Vivaldis Griselda mit dem Wrocław Baroque Orchestra (Benjamin Bayl) im Theater an der Wien.
Tomáš Králs künstlerischer Schwerpunkt im Konzertbereich liegt wesentlich auf der Musik von J. S. Bach. Er wirkte an der außergewöhnlichen szenischen Umsetzung von Bachs Johannes-Passion unter der Regie von Pierre Audi an der Dutch National Opera mit. Er sang Bachs Weihnachtsoratorium im Vienna Musikverein, die h-Moll-Messe mit Collegium 1704 und Václav Luks in der Maison Symphonique in Montréal, sowie auf einer umfangreichen Konzerttour mit dem Dunedin Consort unter anderem die Matthäus-Passion unter der Leitung von Trevor Pinnock und weitere Kantaten unter John Butt. Er arbeitete mit dem Jerusalem Baroque Orchestra unter der Leitung von Philippe Pierlot für Bachs Matthäus-Passion in Jerusalem, Tel Aviv und Haifa. Mit Raphaël Pichon und seinem Ensemble Pygmalion interpretierte Tomáš Král zahlreiche Bach-Kantaten sowie die Rolle Jesu in der Johannes-Passion auf Konzerten in ganz Europa. Für die Niederlande-Tour des Weihnachtsoratoriums arbeitete er mit der Nederlandse Bachvereniging unter Lars Ulrik Mortensen. Zum 300. Jubiläum der Johannes-Passion trat er mit dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Thomanerchor unter der Leitung von Andreas Reize auf.
Tomáš Král verfügt über eine umfangreiche und vielfältige Diskographie, darunter Raritäten wie die Missa Votiva und die Lamentationes Jeremiae Prophetae des großen böhmischen Meisters Jan Dismas Zelenka, eine CD mit Raritäten des frühbarocken polnischen Komponisten Marcin Mielczewski, Bachs h-Moll-Messe mit Collegium 1704, Leoš Janáčeks Moravian Folk Songs sowie Purcells Hail Bright Cecilia mit Le Poème Harmonique und Vincent Dumestre. Im Jahr 2022 veröffentlichte Tomáš Král sein erstes Soloalbum Kings in the North (Aparté) gemeinsam mit dem Wrocław Baroque Orchestra und Jarosław Thiel.









