Philipp Mathmann

Biographie

Mathmann ist an diesem Abend mit dem Freiburger Barockorchester der Mann für die extreme Höhe. Gerade in den Sopranregionen, wo die Luft dünn wird, blüht seine Kopfstimme nochmals auf und erhält eine Strahlkraft, über die man nur staunen kann…" – Badische Zeitung, Georg Rudiger – Januar 2022

...die "Schönheit" (La Bellezza) findet in Philipp Mathmann aufgrund seiner variationsreichen Stimme einen adäquaten Interpreten. Schauspielerisch sind die zahlreichen Gesichter der Schönheit - vom Mädchen und der lasterhaften Alten bis zum jungen und später dementen Mönch (von Philipp Mathmann) glänzend interpretiert.“ – OPERNWELT, Alexej Parin – Juli 2018

Philipp Mathmann setzt als Lepido seinen glockenhellen Countertenor virtuos in Szene.“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ); Werner M. Grimmel – Juli 2018

Abel, der jüngere Bruder, wird von dem Sopranisten Philipp Mathmann in irritierend schöner, glockenreiner Naivität gesungen“ – Richard Lorber, WDR3 Opernblog – Januar 2020

Philipp Mathmanns singuläre Stimme überrascht mit ihrer selbstverständlichen Höhe, ihrer hellen Klarheit und fasziniert mit ihrer Intensität. Der junge deutsche Sänger ist inzwischen einer der international gefragtesten Countertenöre seiner Generation.

Aufgewachsen in Lippstadt begann dort seine stimmliche Ausbildung bei Friederike Vomhof-Surrey und Heike Hallaschka. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn zudem mit Renate Faltin und Annette Goeres in Berlin. Wichtige Impulse erhielt er darüber hinaus von Ingeborg Danz, Kai Wessel und Barbara Schlick, Antonio Lemmo, Nicholas Clapton und Dame Emma Kirkby.

Seit seinem Operndebüt 2011 im Opern-Pasticcio La Mara am Theater des Schlosses Sanssouci in Potsdam ist er regelmäßiger Gast internationaler Musikfestivals wie unter anderem dem Festival in Schwetzingen, dem Musikfest Bremen, dem Festival Oude Muziek in Utrecht, dem MAfestival in Brügge, der Styriarte in Graz, dem Festival della Valle d’Itria in Italien, bei den Tagen Alter Musik in Herne, den Internationalen Händelfestspielen in Göttingen, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Händel-Festspielen in Halle.

Einen Schwerpunkt seiner musikalischen Arbeit bildet die Alte Musik. So sang Philipp Mathmann unter anderem die Hauptrollen des Anastasio in Giustino von G. F. Händel, des Zelim in La verità in cimento von A. Vivaldi oder des Mirtillo in Il pastor fido von G. F. Händel. 2018 debütierte er als La Bellezza im Rahmen einer szenischen Produktion von Händels Oratorium Il Trionfo del Tempo e del Disinganno am Stanislavsky Theater in Moskau. Damit war er weltweit der erste Countertenor, der diese höchst anspruchsvolle Sopranpartie übernommen hat und wurde für seine Interpretation als „bester Operndarsteller“ für den Golden Mask Award nominiert. Am Essener Aalto-Theater übernahm er 2020 die Rolle des Abel in der von Dietrich W. Hilsdorf inszenierten szenischen Fassung von A. Scarlattis Oratorium Kain und Abel, die mehrfach für den Faustpreis nominiert wurde. Weitere Opern-Engagements führten Philipp Mathmann unter anderem an die Semperoper Dresden, das Teatro Real in Madrid und das Staatstheater Wiesbaden, nach Bayreuth und zuletzt an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin.

Auch auf dem Konzertpodium ist Philipp Mathmann an prominenten Orten wie in der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, der Alten Oper Frankfurt, dem TivoliVredenburg in Utrecht, der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau, im Konzerthaus Wien, in La Seine Musicale de Paris und an den Konzerthäusern in Dortmund und Freiburg zu erleben.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit den renommiertesten historisch informierten Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester, Les Talens Lyriques, der Akademie für Alte Musik (Akamus) Berlin, dem Ensemble Questa Musica in Moskau, dem Orkiestra Historyczna ({oh!}), der Armonia Atenea, den I Barocchisti, dem Ensemble 1700 und Concerto Köln.

Nach seiner ersten CD-Einspielung „La deposizione dalla croce di Gesu Cristo“ von F. X. Richter mit dem Czech Ensemble Baroque in 2017 folgten zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen, unter anderem mit ARTE, dem Hessischen Rundfunk, dem WDR, Dutch Classical Radio (NPO Radio 4), Moscow 24, Deutschlandfunk. Er arbeitet regelmäßig zusammen mit bedeutenden Dirigenten*innen wie George Petrou, Christophe Rousset, Gianluca Capuano, Philipp Chizhevskiy, Martyna Pastuszka, Dorothee Oberlinger, Rubén Dubrovsky und Diego Fasolis.

Seine 2020 veröffentlichte, hoch gelobte Solo-Debüt CD („Tormenti d’Amore“) enthält vier Liebeskantaten von Komponisten des Barock und der Wiener Klassik (J.A. Hasse, G. Porsile und J.G. Reutter) – drei davon sind Weltersteinspielungen.

Philipp Mathmanns Repertoire beschränkt sich jedoch nicht auf Alte Musik. So übernahm er in der Spielzeit 2021/2022 an der Semperoper Dresden bei der Uraufführung von Thorsten Raschs Die andere Frau die Partie des Engels, bei den Internationalen Maifestspielen am Staatstheater in Wiesbaden in Jörg Widmanns Babylon die Partie des Skorpionmensch und an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin die Partie des Dr. Dürer in der Produktion Thomas von G. F. Haas.

Philipp Mathmann ist „Jugend Musiziert“ Bundespreisträger und war mehrfacher Preisträger beim internationalen Giulio Perotti Gesangswettbewerb. Er war Stipendiat der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, der Musikhochschule in Detmold und der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

(2023_24. Bitte ausschließlich diesen Lebenslauf verwenden.)

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07 10 2020
Tormenti d'Amore
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16 01 2017
La Deposizione
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Franz Xaver Richter