La Francesina
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La Francesina

Sophie Junker und Franck-Emmanuel Comte | Le Concert de l’Hostel Dieu

Eine kuriose Zeitreise von Elisabeth Duparc (? - 1778). Geboren in Frankreich und ausgebildet in Italien, fand sie in London Ruhm und Anerkennung. Die „Francesina“ (die „kleine Französin“) zählte zu Händels letzten Musen, zu einem Zeitpunkt, als Händel den Prunk der italienischen Oper zunehmend zugunsten der spirituellen Höhe des Oratoriums aufgab. Da ist Duparc gerade eine der wenigen französischen Sängerinnen, die nie in ihrer Muttersprache singt. Händel schreibt für sie nur Rollen in Italienisch oder Englisch, darunter Semele, Iole (Hercules), Deidamia, Romilda (Serse) und Penseroso (Allegro, il Penseroso e il Moderato). Ihre Zeitgenossen preisen den Klang und die Agilität ihrer Stimme, und Frau Granville-Delany und Charles Burney bezeugten ausführlich deren “warbling voice“-Qualität („Stimme der Grasmücke“). Händel komponiert für sie folglich „Nachtigallarien“ wie „The morning lark“ (Semele) und „Nasconde the usignol“ (Deidamia).

Im vorliegenden Programm zollt die belgische Sopranistin Sophie Junker La Francesina Tribut und zelebriert die Blüten der Zusammenarbeit mit Händel, die über ein Jahrzehnt bestand. Indem es einen Bogen von italienischer Oper zu englischem Oratorium spannt, zielt dieses Programm darauf ab, nicht nur die Stimme der einzigartigen Muse zu beleuchten, sondern auch zu zeigen, wie Händel diesen dramatischen Übergang meisterte. Ausgestattet mit einem reichen Repertoire bietet Sophie Junker einen Nachhall Duparcs und erweist sich als „Nuova Francesina“.

Pedro-Octavio Diaz, künstlerischer Berater

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Besetzung

Sopran: Sophie Junker
Dirigat & Cembalo: Franck-Emmanuel Comte
Orchester: Le Concert de l’Hostel Dieu